Hallo,
Das ist hier meine erster Beitrag. Ich gehöre sicher nicht zu den regelmäßigen Vielfliegern, freue mich aber meinen ersten Award mit ein paar Flügen nun zusammengesammelt zu haben. Soweit ich Miles&More, Milage Plus usw. verstehe, sind es nur Bonusprogramme. Das bedeutet für mich grundsätzlich, dass man eigentlich nur Konten auf "Guthabenbasis" führen dürfte.
Um einen Anreiz zu bieten, hat die Lufthansa vor einigen Jahren die Möglichkeit für Kunden geschaffen, die viele tausend Euro pro Jahr für Ihre Dienstleistungen ausgeben, Flüge zu buchen, ohne ein Guthaben zu besitzen. Dies wurde sicherlich nur getan, weil man dachte, diese Negativmeilen würden sicherlich wieder eingenommen. Dies passierte bei einigen allerdings nicht. Bei einigen hat es etwas mit dem Job oder anderen Veränderungen zu tun, bei wiederum anderen war abzusehen, dass diese bald nicht mehr viel Fliegen würden und sie haben daher das Angebot voll ausgenutzt, sozusagen als eine Art Abschiedsgeschenk, welches sie in Anspruch genommen haben. Das halte ich moralisch für nicht verwerflich, da ein Angebot angenommen wurde, welches aus einem reinen "Belohnungsprogramm" heraus entstanden ist. Es handelt sich hier keinesfalls um ein Bankkonto oder einen Kredit.
Dass man für 150.000 Meilen natürlich nicht unendlich weite Flugstrecken hinter sich bringen kann, ist jedem hier auch sicherlich klar - der übermäßig vergebene Rabatt (Schaden) für Lufthansa sollte sich nach den Berechnungen hier im Forum bei 1500$ bewegen. Das ist natürlich eine Menge Holz; aber wer ist denn bitte so naiv und entwickelt bei der Lufthansa ein solches Programm, was besonders bald ausscheidende Senatoren nur dazu ermutigt, noch mal etwas über das Guthaben des Kontos mehr an Meilen zu verprassen - dieses Angebot spricht hauptsächlich nur die vorgenannten an, denn jeder andere würde einfach dafür sorgen im positiven Bereich zu bleiben, um weiterhin eine angemessene Anzahl Awards auf die Anzahl seiner bezahlten Flüge zu erhalten.
Die Idee von der Lufthansa war sicher gut gemeint, aber grundsätzlich hatte sie einen falschen Ansatz.
Lufthansa versucht nun natürlich Schadensbegrenzung zu betreiben, was ich auch für normal halte. Ich halte, die Erhebung eines Preises pro Meile nachträglich für juristisch sicher schwer haltbar.
Ich kann auch verstehen, dass es viele Leute gibt, die das Überziehen des Meilenkontos ohne nachträglichen Ausgleich für moralisch verwerflich halten. Man sollte aber einfach mal die Kirche im Dorf lassen und sich auf den Sinn von Miles&More zurückbesinnen, was hier einige offenbar kaum noch tun: Es handelt sich bei jeder Meile, die genutzt werden kann um einen Rabatt. Ob das Konto positiv oder negativ ist. Jede Meile bleibt ein Rabatt. Wenn jemand einen zu hohen Rabatt vergibt, hat er in der Regel Pech gehabt.
Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.